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Aktuelle Ausstellung
26.08.2010 - 09.10.2010
Andreas Hofer
Vernissage
Saisoneröffnung Zürcher Galerien
Donnerstag, 26. August, 17.00–20.00 Uhr
Bildvortrag in der Ausstellung:
"Arbeitsprozesse 1980–2010"
von und mit Andreas Hofer
Donnerstag, 16. September, 19.00 Uhr
Finissage
Sonntag, 10. Oktober, 17.00–20.00 Uhr
18.00 Uhr Musikalische Einlage von Andreas Hofer
Öffnungszeiten
Mi-Fr: 13.00-18.30 Uhr
Sa: 11.00-16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Andres Hofer
Schon zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn in den 80er Jahren inszenierte Andreas Hofer Raumkonzeptionen und ihre bildnerischen Umsetzungen in grossformatigen Acrylgemälden. Karg eingerichtete Zimmer gaben die Bühne ab für mysteriöse Wesen, die ihre sphinxischen Spiele trieben.
In seinen neueren und neusten Arbeiten wendet er sich Malern der Frührenaissance zu. Insbesondere interessiert Hofer Giottos und Fra Angelicos Darstellungen von Innenräumen. Während in den Werken der alten Meister Räume stets als Bühnen oder Orte einer Handlung, eines Ereignisses, einer Erzählung fungieren, bleiben Hofers Räume leer. Der Raum selbst artikuliert die Narration.
Dabei spielt die perspektivische Konstruktion der Bildtafeln eine entscheidende Rolle. Handelt es sich doch ausschliesslich um Bildpaare, die erst zusammengefügt, ein Ganzes ergeben. Auf beiden Teilbildern sind die Fluchten der Raumkanten aufeinander bezogen und involvieren so den Betrachter ins Spiel der räumlichen Konstruktion. Die Figuren sind von der Bühne gegangen, mögen imaginär aus den Tiefen unseres Bildgedächtnisses die Räume einnehmen. Doch in den leeren, stillen Kammern werden nun das durchflutende Licht, das atmosphärisch Schwebende der fein gepinselten Flächen zu subtilen Akteuren der Wahrnehmung. Harte Schlagschatten unterstützen die Konstruktion der Räume und steigern die Prägnanz der Tiefenwirkung.
Auch in Hofers digitalen Arbeiten kommt es zum spannungsreichen Dialog räumlicher Situationen. Sie basieren auf fotografisch erfassten Orten, die jedoch nicht wie in den Gemälden nebeneinander stehen, sondern im selben Bild konvergieren. Fast nahtlos scheinen die Raumsegmente ineinander überzugehen, überlagern und transformieren sich zur komplexen Verzahnung von Motiven und Ebenen, die kaum mehr nachzuvollziehen ist. Diese „Zonen“, wie die Inkjetprints betitelt sind, eröffnen Blicke in metamorphe Raumwelten, in denen vertraute Raumkonstrukte in irritierende räumliche Fiktionen übergehen.
Text: Volker Schunck, Juni 2010

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