Spcae

Spcae

Spcae

Spcae

Franz Wanner

Franz Wanner, geboren 1956 in Wauwil LU, lebt in Walenstadtberg und arbeitet seit 1979 als freischaffender Künstler. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Luzern und einer Steinbildhauerlehre studierte er von 1978-82 an der Akademie der Bildenden Künste sowie an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Er lebte von 1982-88 in Köln und war von 1988-91 Mitglied am Schweizer Institut in Rom. Während den Jahren in Wien von 1991-99 und seinem Aufenthalt in New York zwischen 1999 und 2001 verfasste er einen Kunstreiseführer über die mittelitalienischen Regionen Umbrien, Toskana und Marken, erschienen 2000 im Regenbogenverlag Zürich. Seit 2005 leitet er Seminarreisen für die Architekturstudenten der ZHAW (1. Jahreskurs) und ist seit 2007 künstlerischer Mitarbeiter an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Franz Wanner stellt seit 1979 regelmässig in verschiedenen Galerien und Museen aus. Seine Werke befinden sich in den Sammlungen der Kunstmuseen von Luzern, Zürich, Basel, Bern, Aarau und Solothurn.
Seit seinen künstlerischen Anfängen beschäftigt er sich mit den Grundfragen der Malerei. Dabei versteht er die Kunst als ein Feld, das den Zeitraum von den Urszenen, den Elfenbeinskulpturen von der Schwäbischen Alb und den Höhlenmalereien von Altamira und Lascaux bis heute umfasst. Die Devise lautet: es gibt keine neue und keine alte Kunst, es gibt nur eine Kunst.

 

zurück zu den Bildern

 

Spcae

Spcae

Die Malerei und ihr Ort

Leonardo da Vinci schrieb: „Ein Kunstwerk denken ist eine göttliche Tat, dieses ausführen eine hündische.“ Er selber aber verzichtete nicht auf den entwürdigenden Teil der Kunst. Malerei bildete für ihn die Synthese zwischen Geist und Wirklichkeit – das Feld, wo Geist sich mit Form verschränkt. In der Differenz zwischen Konzeption und Ausführung, in diesem Dazwischen erst stellt sich das Werk des Künstlers ein.
Wer auf die „hündische Arbeit“ verzichtet, weil er nur den edlen Teil für sich in Anspruch nehmen will, oder wer der Gefahr des Sich-offen-Legens ausweicht, um die Aura des Gedachten rein zu halten, verzichtet möglicherweise auf die Kunst selbst. Das Meisterwerk ist ein Trotzdem – etwas, das trotz aller Mängel leuchtet, eine Sonne, die ihr Licht bezieht aus der Einsicht in das eigene Unvermögen.
Die Kunst ist eine Unternehmung in eigener Sache und auf eigene Kosten, und nichts ausser der Kunst selbst kann dem Künstler beistehen. Ihr Ort ist nicht der öffentliche Raum und auch nicht der innere der eigenen Gefühle. Der Raum der Kunst ist die Zeit von den Höhlenmalereien bis heute.
Die Kunst ruft stets die erste Schöpfungsgeste zum Appell. Im Schwebezustand aller Urszenen liegt der eigentlich kritische Punkt der Malerei als ein Auf-die-Welt-Kommen und Ins-Bild-Gehen. Das Sichtbare des Bildes handelt vom Sehen, und ohne Betrachtung fristet das Bild ein lichtloses Dasein – es existiert nicht. Aber von jedem Bild geht gleichsam ein Blick zurück auf den Betrachter. Was als Wissen im Bild verborgen ist, schaut in diesem Blick zurück auf die Welt. Die Frage nach der Natur des Bildes ist eine nach der Natur selbst, als dem Grossen Gegenüber des Menschen – als das also, wovon er sich, verstellt durch all seine Erfindungen, schon verabschiedet hat.
Franz Wanner

 

 

Spacer

Spcae